Detailergebnisse des Krankenhausstandorts

  • Universitätsklinikum Köln
  • Universitätsklinikum Köln (AöR)
  • Kerpener Str. 62
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  • Durchschnittliche Fallzahl:144,6
  • Stufe:Level 1
  • Tabellendarstellung gemäß QFR-RL:2018-2022
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Tabellen zur Ergebnisqualitätsdarstellung gemäß § 7 Abs. 1

Tabelle 1

Risikoprofil und Überleben der im Perinatalzentrum behandelten lebendgeborenen Kinder mit einem Geburtsgewicht<1500 Gramm. Dargestellt sind die Daten des letzten Kalenderjahrs sowie die kumulativen Ergebnisse der letzten 5 Jahre. Die Angaben werden aus dem Datensatz des Leistungsbereichs Neonatologie (NEO) der externen stationären Qualitätssicherung nach QSKH-RL generiert und bezüglich der Todesfälle einer Validierung anhand des Datensatzes gemäß § 21 KHEntgG unterzogen (siehe Anhang 3 zur Anlage 4 der QFR-RL).

Letztes Kalenderjahr 5-Jahres-Ergebnisse
Entlassungsjahr20222018-2022
BehandeltÜberlebtÜberlebende Kinder ohne schwerwiegende Komplikationen**BehandeltÜberlebtÜberlebende Kinder ohne schwerwiegende Komplikationen**
Anzahl der Kinder < 1500 g Geburtsgewicht
Aufschlüsselung nach Gestationsalter in vollendeten Schwangerschaftswochen (SSW, Anzahl)
22+0 bis 23+6 SSW211581158031
24+0 bis 25+6 SSW19181112610969
26+0 bis 27+6 SSW343228137132115
28+0 bis 29+6 SSW353532152147129
≥ 30+0 SSW383535193184169
Aufschlüsselung nach Geburtsgewicht in Gramm (Anzahl)
< 500 g1496905929
500 bis 749 g29251614813484
750 bis 999 g373733153142115
1000 bis 1249 g434136177170150
1250 bis 1499 g242323155147135
Kinder < 1500 g Geburtsgewicht mit speziellen Risikofaktoren (Anzahl)
Männlich; Anzahl878168412372291
Mehrlingskinder; Anzahl504939255242188
Kinder mit schweren oder letalen angeborenen Erkrankungen*6< 45027
Kinder < 1500 g Geburtsgewicht, die primär nicht kurativ, sondern palliativ versorgt wurden (Anzahl)
22+0 bis 23+6 SSW< 410
ab 24+0 SSW**< 410

* Gemäß Definitionen des Leistungsbereichs NEO
** ohne Kinder mit schweren oder letalen angeborenen Erkrankungen

Tabelle 2

Angaben zur frühen Ergebnisqualität von überlebenden Kindern: intraventrikuläre und periventrikuläre Hirnblutungen (IVH und PVH), Frühgeborenen-Retinopathie (ROP), nekrotisierende Enterokolitis (NEK) und bronchopulmonale Dysplasie (BPD, moderat oder schwer) bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm (g). Die Angaben beziehen sich auf alle im Berichtszeitraum im Datensatz des Leistungsbereichs Neonatologie (NEO) der externen stationären Qualitätssicherung nach QSKH-RL erfassten, im Perinatalzentrum behandelten und lebend entlassenen oder verlegten Kinder. Dargestellt sind die kumulativen Ergebnisse der letzten 5 Geburtsjahrgänge. Die Angaben werden aus dem Datensatz des Leistungsbereichs Neonatologie (NEO) der externen stationären Qualitätssicherung nach QSKH-RL generiert (siehe Anhang 1 zur Anlage 4 der QFR-RL).

Tab. 2 A Aufschlüsselung nach Geburtsgewicht
Daten der Kinder mit Entlassungsjahr 2018-2022

Geburtsgewichtsklasse< 500 g500 bis 749 g750 bis 999 g1000 bis 1249 g1250 bis 1499 g< 1500 g (Summe)
Anzahl der überlebenden Kinder < 1500 g Geburtsgewicht59134142170147652
Anzahl der Kinder mit höhergradigen Hirnblutungen (IVH Grad 3 oder PVH)
Schädelsonographie durchgeführt55129140168146638
davon IVH-Grad 3 oder PVH, hier entstanden oder erstmalig diagnostiziert 825135455
Anzahl der Kinder mit einer höhergradigen Frühgeborenenretinopathie (ROP)
Untersuchung des Augenhintergrunds durchgeführt5512112812372499
davon ROP-Grad 3 oder höher, hier entstanden oder erstmalig diagnostiziert 412< 4< 4< 419
Anzahl der Kinder mit einer nekrotisierenden Enterokolitis (NEK)
NEK Stadium II nach Bell oder höher, hier entstanden oder erstmalig diagnostiziert < 46< 4< 4< 412
Anzahl der Kinder mit bronchopulmonaler Dysplasie (BPD, moderat oder schwer)
Bronchopulmonale Dysplasie (BPD, moderat oder schwer)2215124< 453

Tab. 2 B Aufschlüsselung nach Gestationsalter
Daten der Kinder mit Entlassungsjahr 2018-2022

Gestationsalterklasse22+0 bis 23+6 SSW24+0 bis 25+6 SSW26+0 bis 27+6 SSW28+0 bis 29+6 SSW≥ 30+0 SSWSumme
Anzahl der überlebenden Kinder < 1500 g Geburtsgewicht80109132147184652
Anzahl der Kinder mit höhergradigen Hirnblutungen (IVH Grad 3 oder PVH)
Schädelsonographie durchgeführt79102132143182638
davon IVH-Grad 3 oder PVH, hier entstanden oder erstmalig diagnostiziert 251647< 455
Anzahl der Kinder mit einer höhergradigen Frühgeborenenretinopathie (ROP)
Untersuchung des Augenhintergrunds durchgeführt799712012182499
davon ROP-Grad 3 oder höher, hier entstanden oder erstmalig diagnostiziert 855< 4< 419
Anzahl der Kinder mit einer nekrotisierenden Enterokolitis (NEK)
NEK Stadium II nach Bell oder höher, hier entstanden oder erstmalig diagnostiziert 7< 4< 4< 4< 412
Anzahl der Kinder mit bronchopulmonaler Dysplasie (BPD, moderat oder schwer)
Bronchopulmonale Dysplasie (BPD, moderat oder schwer)23216< 4< 453

Tabelle 3

Gemäß Anhang 4 zu Anlage 4 QFR-RL werden in den Tabellen 3A und 3B die Vollständigkeit und die Ergebnisse der entwicklungsdiagnostischen Nachuntersuchung ehemaliger Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht unter 1500g, die im Perinatalzentrum versorgt wurden, im reifekorrigierten Alter von 2 Jahren dargestellt. Es liegen Hinweise vor, dass vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie Nachuntersuchungen, die ab März 2020 hätten erfolgen müssen, zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt wurden.

Vollständigkeitsanalyse und Ergebnisse der entwicklungsdiagnostischen Nachuntersuchung ehemaliger Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht < 1500 g, die im Perinatalzentrum versorgt wurden, im reifekorrigierten Alter von 2 Jahren. Kinder, die zu einer speziellen Behandlung (z. B. Lasertherapie einer Retinopathie oder operative Therapie einer NEK) aus einer anderen Kinderklinik zuverlegt und wieder zurückverlegt wurden, werden lediglich durch die primär versorgende Klinik dokumentiert; kumulierte Darstellung der letzten 5 untersuchten Entlassungsjahrgänge „Reife-korrigiert“ bedeutet, dass das Kind 2 Jahre nach dem errechneten Geburtstermin untersucht wird.
Als blind werden Kinder bezeichnet, die auf optische Reize gar nicht oder die lediglich auf Lichtreize reagieren.
Als schwerhörig werden Kinder bezeichnet, die mit einem Hörgerät versorgt sind bzw. bei denen eine solche Versorgung geplant ist.
Die Diagnose einer schweren motorischen Retardierung („Zerebralparese“) erhalten alle Kinder, die mit korrigiert 2 Jahren mindestens eine der folgende Funktionsstörungen zeigen: unfähig zum freien Laufen (mindestens 3 Schritte) oder Leistungen in einem standardisierten Motoriktest unter der 1. Perzentilen bzw. mindestens 3 Standardabweichungen unter dem Mittelwert für das Alter; unfähig zum freien Sitzen; unfähig, die Hände selbst zur Nahrungsaufnahme zu nutzen; keine ausreichende Kopfkontrolle. Eine schwere mentale Retardierung liegt vor bei einer Unterschreitung der dreifachen Standardabweichung vom Mittelwert eines Entwicklungstest (z. B. MDI < 55 im Bayley II Test) oder wenn der Untersucher bei nicht durchführbarer standardisierter Entwicklungstestung (z. B. bei blinden Kindern) den Entwicklungsstand des Kindes derartig einschätzt.
Keine oder eine geringfügige mentale Retardierung liegt vor, wenn das Ergebnis in einem standardisierten Entwicklungstest nicht unterhalb der zweifachen Standardabweichung vom Mittelwert liegt (z. B. MDI ≥ 70 im Bayley II Test).

Tab. 3 A Aufschlüsselung nach Geburtsgewicht
Daten der Kinder mit Entlassungsjahr 2016-2020

Geburtsgewichtsklasse< 500 g500 bis 749 g750 bis 999 g1000 bis 1249 g1250 bis 1499 g< 1500 g (Summe)
Lebend entlassen oder verlegt (Anzahl)48137132125158600
Zur Nachuntersuchung erschienen* (Anzahl)3298949091405
davon*
Blind (Anzahl)< 4< 4< 4< 4< 4< 4
Schwerhörig (Anzahl)< 4< 4< 4< 4< 46
Zerebralparese (Anzahl)918761050
Relevante kognitive Beeinträchtigung (Anzahl)**132194653
Keine oder eine geringfügige kognitive Beeinträchtigung (Anzahl)**2068829091351

*   Ergebnisse externer Untersucher (z.B. bei verlegten Kindern) sollten ebenfalls erfasst werden
** Die Definition in dieser Zeile hat sich ab dem Kalenderjahr 2021 geändert.

Kommentar Krankenhausstandort:

Hinweis des G-BA: Der nachfolgende Kommentar beruht allein auf der Meinung des Krankenhausstandortes.

Im Universitätsklinikum Köln werden als überregionalem Zentrum viele Frühgeborene versorgt, die ein hohes Entwicklungsrisiko haben und/oder aus entfernteren Orten kommen. Die letztgenannte Gruppe wird oft in anderen Zentren nachgesorgt. Wenn dort geeignete Tests durchgeführt wurden, werden diese Kinder als zur Nachuntersuchung erschienen gezählt. Teilweise waren aber keine Informationen zu gewinnen (Familien z. B. nicht mehr auffindbar). Dadurch können wir nur etwa 2/3 der lebend entlassenen Kinder in der Tabelle abbilden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass die Kriterien einer "schweren mentalen Retardierung" mit einem kognitiven Entwicklungsquotienten < 55 im vorherigen Jahr in eine "relevante kognitive Beeinträchtigung" (EQ < 70) geändert wurden. Dadurch wird sich der Anteil dieser Kinder in der kumulierten Tabelle von Jahr zu Jahr erhöhen, ohne dass sich die klinischen Befunde geändert haben.

Tab. 3 B Aufschlüsselung nach Gestationsalter
Daten der Kinder mit Entlassungsjahr 2016-2020

Gestationsalterklasse22+0 bis 23+6 SSW24+0 bis 25+6 SSW26+0 bis 27+6 SSW28+0 bis 29+6 SSW≥ 30+0 SSW*Summe
Lebend entlassen oder verlegt (Anzahl)71103130119177600
Zur Nachuntersuchung erschienen** (Anzahl)536310380106405
davon**
Blind (Anzahl)< 4< 4< 4< 4< 4< 4
Schwerhörig (Anzahl)< 4< 4< 44< 46
Zerebralparese (Anzahl)199710550
Relevante kognitive Beeinträchtigung (Anzahl)***211087753
Keine oder eine geringfügige kognitive Beeinträchtigung (Anzahl)***26519380101351

*   Gemeint sind hier Kinder, die ein Geburtsgewicht < 1.500g aufweisen
**  Ergebnisse externer Untersucher (z.B. bei verlegten Kindern) sollten ebenfalls erfasst werden.
*** Die Definition in dieser Zeile hat sich ab dem Kalenderjahr 2021 geändert.

Kommentar Krankenhausstandort:

Hinweis des G-BA: Der nachfolgende Kommentar beruht allein auf der Meinung des Krankenhausstandortes.

Im Universitätsklinikum Köln werden als überregionalem Zentrum viele Frühgeborene versorgt, die ein hohes Entwicklungsrisiko haben und/oder aus entfernteren Orten kommen. Die letztgenannte Gruppe wird oft in anderen Zentren nachgesorgt. Wenn dort geeignete Tests durchgeführt wurden, werden diese Kinder als zur Nachuntersuchung erschienen gezählt. Teilweise waren aber keine Informationen zu gewinnen (Familien z. B. nicht mehr auffindbar). Dadurch können wir nur etwa 2/3 der lebend entlassenen Kinder in der Tabelle abbilden. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass die Kriterien einer "schweren mentalen Retardierung" mit einem kognitiven Entwicklungsquotienten < 55 im vorherigen Jahr in eine "relevante kognitive Beeinträchtigung" (EQ < 70) geändert wurden. Dadurch wird sich der Anteil dieser Kinder in der kumulierten Tabelle von Jahr zu Jahr erhöhen, ohne dass sich die klinischen Befunde geändert haben.