Glossar
Bundesdurchschnitt
Der Bundesdurchschnitt ist der Durchschnitt der Ergebnisse von allen Perinatalzentren in Deutschland.
Bundesmaximum
Dieser Wert stellt das bundesweit höchste Ergebnis dar.
Bundesminimum
Dieser Wert stellt das bundesweit niedrigste Ergebnis dar.
Entfernung
Der Wert gibt die Luftlinie vom ausgewählten Ort zu einem Perinatalzentrum in Kilometern an und nicht die tatsächliche Fahrtstrecke. In einzelnen Fällen kann unter Umständen ein weiter entfernt gelegener Standort durch eine bessere Verkehrsanbindung schneller erreicht werden.
Fallzahl
Die Fallzahl gibt die durchschnittliche Anzahl der behandelten sehr kleinen Frühgeborenen in einem Perinatalzentrum pro Jahr an, bezogen auf die letzten fünf Jahre.
Frühgeburt
Ein Kind gilt als Frühgeborenes, wenn es vor Abschluss von 37 Schwangerschaftswochen geboren wird – also mindestens drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Wenn ein Kind vor 32 Schwangerschaftswochen auf die Welt kommt, wiegt es in der Regel unter 1.500g.
G-BA
Der Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) entscheidet in Deutschland über die Ausgestaltung der medizinischen Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Rahmenbedingungen hierfür legt der Gesetzgeber fest. Der G-BA besteht aus drei unparteiischen Mitgliedern, Vertretern der Vertragsärzte- und zahnärzteschaft, der gesetzlichen Krankenkassen und der Krankenhäuser. Diese entscheiden gemeinsam über die Inhalte der Versorgung. An den Sitzungen nehmen ebenfalls Vertreter von Patientenorganisationen teil. Sie beraten den G-BA und dürfen ebenfalls Anträge stellen. Der Gemeinsame Bundesausschuss legt vor allem fest welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden. Zusätzlich entscheidet er über Maßnahmen der Qualitätssicherung. Im Rahmen der Qualitätssicherung für Krankenhäuser hat der G-BA das IQTIG beauftragt die Versorgungsqualität von sehr kleinen Frühgeborenem auf dieser Webseite zu veröffentlichen.
Histogramm
Das Histogramm ist eine Grafik, die die Verteilung aller Perinatalzentren im Umkreis und deren Ergebnisse im Vergleich zum ausgewählten Perinatalzentrum zeigt.
IQTIG
Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) wurde Ende 2014 vom G-BA gegründet. Diese Gründung ist auch im fünften Sozialgesetzbuch (§ 137a Abs. 1) festgeschrieben. Ab Januar 2016 führt das IQTIG die Qualitätssicherung fort. Hierbei hat das Institut auch die Aufgabe die Ergebnisse der Qualitätssicherung verständlich zu veröffentlichen. Für die Versorgungsqualität von sehr kleinen Frühgeborenen ist dies die Webseite perinatalzentren.org.
Level
Es gibt Perinatalzentren der Level 1 und 2. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Spezialisierung, der Ausstattung und des Personals.
Ausführlichere Informationen finden Sie hier
Nachuntersuchung im Alter von zwei Jahren
Im Alter von zwei Jahren ist für alle sehr kleinen Frühgeborenen eine Überprüfung der altersgerechten Entwicklung und des allgemeinen Gesundheitszustandes vorgesehen (Entwicklungsdiagnostische Nachuntersuchung).
Perinataler Schwerpunkt
Einrichtungen mit perinatalem Schwerpunkt sind den Perinatalzentren der Level 1 und 2 in der Versorgung von Frühgeborenen nachgeordnet.
Ausführlichere Informationen finden Sie hier
Perinatalzentrum
Ein Perinatalzentrum ist eine Einrichtung zur Versorgung von Schwangeren und Früh- und Neugeborenen. Es gibt Perinatalzentren der Level 1 und 2. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Spezialisierung, ihrer Ausstattung und des Personals.
Ausführlichere Informationen finden Sie hier
QFR-RL
Die Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL) regelt die Veröffentlichung der Ergebnisse von Perinatalzentren auf dieser Webseite. In der Richtlinie werden u.a. festgelegt, welche Daten ausgewertet werden sollen.
Die Richtlinie finden Sie hier
Risikoadjustierte Fallzahl
Zur Beurteilung der klinischen Erfahrung des Behandlungsteams bei der Versorgung von sehr kleinen Frühgeborenen ist die Anzahl der behandelten Kinder (Fallzahl) wichtig. Die Fallzahl wird bei den Ergebnissen der Standortsuche für jeden Standort angezeigt. Sie ist ein Durchschnittswert, der aus den Daten der letzten fünf Jahre gebildet wird. Es ist es notwendig, die Fallzahl risikoadjustiert darzustellen. Dieses statistische Verfahren soll einen fairen Vergleich zwischen den Krankenhäusern ermöglichen.
Eine ausführlichere Erläuterung der Risikoadjustierung finden Sie hier
Risikoadjustierung
Ziel der Risikoadjustierung ist es, die Standorte auf faire Weise miteinander vergleichen zu können. Sie ist notwendig, weil es Merkmale von Patienten, wie zum Beispiel das Geschlecht oder das Aufnahmegewicht gibt, die das Behandlungsergebnis beeinflussen können. Auf diese Merkmale und deren Verteilung haben die Standorte keinen Einfluss. Werden die Behandlungsergebnisse der Standorte ohne Berücksichtigung der Patientenmerkmale verglichen, kann dies den Vergleich verzerren. Aus diesem Grund werden die Patientenmerkmale durch die sogenannte Risikoadjustierung statistisch ausgeglichen.
Signifikanz
Ein Ergebnis ist signifikant, wenn es deutlich vom Bundesdurchschnitt abweicht. Es wird daher farblich (signifikant besser = grün/signifikant schlechter = rot) hervorgehoben. Es wird von einer deutlichen (signifikanten) Differenz ausgegangen, wenn ein Unterschied zwischen einem Standort und dem Bundesdurchschnitt in weniger als 5 % der Fälle auf zufälligen Einflüssen beruht. Die Signifikanz wird anhand von Vertrauensbereichen ermittelt. In diesem Bereich liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% das wahre Ergebnis. Ein Ergebnis wird als signifikant bezeichnet, wenn sich der Vertrauensbereich dieses Wertes nicht mit dem Vertrauensbereich des Bundesdurchschnitts überschneidet.
Streudiagramm
Das Streudiagramm stellt das Ergebnis der ausgewählten Qualitätsinformationen auf der vertikalen Achse und die Entfernung zum Standort auf der horizontalen Achse dar. So wird deutlich, mit welchem Aufwand (Entfernung) ein Standort mit einem besseren Ergebnis erreicht werden kann. Die durch die Umkreissuche selektierten Standorte werden in diese Darstellung einbezogen, das ausgewählte Perinatalzentrum wird farblich hervorgehoben.
Überleben von Frühgeborenen (gesamt)
Das Ergebnis bezieht sich auf alle sehr kleinen Frühgeborenen, die innerhalb der letzten fünf Jahre lebend entlassen wurden. Dargestellt ist das Überleben dieser Kinder in einem Perinatalzentrums im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Es ist es wichtig, den Wert für das Überleben von sehr kleinen Frühgeborenen risikoadjustiert darzustellen.
Eine ausführlichere Erläuterung der Risikoadjustierung finden Sie hier
Überleben von Frühgeborenen ohne schwere Erkrankung
Das Ergebnis bezieht sich auf alle sehr kleinen Frühgeborenen, die ohne bestimmte schwere Erkrankungen innerhalb der letzten fünf Jahre lebend entlassen wurden. Als schwere Erkrankung werden hier vier häufig auftretende Krankheiten von Frühgeborenen berücksichtigt: Nekrotisierende Enterokolitis (Darmerkrankung), schwere Hirnblutungen, Frühgeborenenretinopathie (Augenerkrankung) oder bronchopulmonale Dysplasie (Lungenerkrankung). Es ist wichtig, den Wert für das Überleben von sehr kleinen Frühgeborenen ohne schwere Erkrankung risikoadjustiert darzustellen.
Eine ausführlichere Erläuterung der Risikoadjustierung finden Sie hier
Vertrauensbereich
In diesem Bereich liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% das wahre Ergebnis.